Tipps gegen schlechte Raumluft als Leistungskiller in der Klasse

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Österreichs Schulen zeigen Eigeninitiative gegen dicke Luft im Klassenzimmer – Aufruf zur Teilnahme am 5. Schulwettbewerb Luftsprung

Gerade jetzt mit Beginn der Heizsaison wird die ohnehin meist schlechte Luft in den Klassenzimmern durch eine erhöhte Raumtemperatur, geringe Luftfeuchtigkeit und zu hohe CO2-Werte besonders bedenklich. Dabei können sich SchülerInnen und LehrerInnen schon mit einfachen Mitteln helfen. Einen Anreiz dazu bietet die unabhängige Plattform „MeineRaumluft“: Nach zigtausenden Teilnehmern in den letzten Jahren startet nun zum fünften Mal der österreichweite Schulwettbewerb „Luftsprung“ mit Erlassunterstützung des Bundesministeriums für Bildung.

Umweltbildung mit Kreativfaktor

Luft ist ein undankbares Element für Bildung und Kommunikation: Man kann sie nicht sehen, nicht anfassen, nicht „begreifen“. Aber die Luft – und dabei speziell die Raumluft – hat wesentlichen Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit. So verbringen SchülerInnen ca. 30 % – 50 % ihrer Tageszeit in der Schule. Sie benötigen gute Raumluftbedingungen, um ihr Lernvermögen und ihre Leistungsfähigkeit optimal entwickeln zu können. Doch Messungen der Plattform „MeineRaumluft“ in über 1.000 Schulen österreichweit zeigten auf, dass die SchülerInnen alles andere als gesunde Luft einatmen.

„Schlechte Raumluftqualität ist nicht nur ein Killer für die Leistung und Aufmerksamkeit, sondern kann darüber hinaus zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen“ so Mag. Thomas Schlatte, Sprecher der Plattform MeineRaumluft. Um hier nachhaltige Verhaltensänderungen zu erreichen, wird mit Erlassunterstützung des Bundesministeriums für Bildung seit fünf Jahren der Schulwettbewerb „Luftsprung“ durchgeführt. Und die Teilnahmezahl und Begeisterung ist ungebrochen hoch: Jährlich beteiligen sich über 10.000 Kinder und Jugendliche.

 

Luftsprung 2016_2017_C_MeineRaumluft
Luftsprung 2016/2017 © MeineRaumluft

Luftsprung 2016/17
Ziel dieses Schulwettbewerbes ist es, dass die SchülerInnen mit Unterstützung der LehrerInnen bewusst auf eine gute Raumluft achten und frische Raumluft als den Einflussfaktor für Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erkennen. SchülerInnen sind eingeladen, mithilfe eines „Luftsprung-Passes“ das Lüftungsverhalten über die Dauer einer Woche zu beobachten und zu dokumentieren, zu erfahren, welche wesentlichen Faktoren auf eine gesunde Raumluft wirken, zu erkennen, warum eine gute Raumluft wichtig ist, sich mit Lösungsansätzen für eine gute Raumluft auseinanderzusetzen und im Rahmen des Wettbewerbs kreativ und gestalterisch tätig zu werden. Der Kreativteil beim diesjährigen Luftsprung-Wettbewerb ist dem Thema „Luft als Lebensmittel“ gewidmet.

So kann man mitmachen
Die Plattform MeineRaumluft ruft ab sofort zur Beteiligung am Schulwettbewerb „Luftsprung“ auf. Teilnehmen können alle Schulen aller Schulstufen. Die Luftsprungpässe können von LehrerInnen, Direktionen oder SchülerInnen gratis bei der Plattform MeineRaumluft bestellt werden. Der Teilnahmeschluss ist der 15.2.2017. Infos und Bestellungen unter: www.MeineRaumluft.at oder office@MeineRaumluft.at.

Eine Fachjury ermittelt den besten Beitrag österreichweit und pro Bundesland jeweils einen Landessieger. Bewertet werden Themenbezug, Kreativität und Gesamteindruck. Unterschiedliche Altersstufen werden bei der Auswahl der GewinnerInnen berücksichtigt.

 

Wien - Gute Luft breitet sich aus! Dass Kinder sich immer mehr f¸r gute Luft und damit f¸r ihre Gesundheit interessieren, zeigt der 2. Schulaward Luftsprung der unabh‰ngigen Plattform MeineRaumluft.at. Mit rund 15.000 TeilnehmerInnen war die Beteiligung heuer noch grˆfler als letztes Jahr. Die Sch¸ler haben sich auf kreative Weise mit dem Thema Gesunde Raumluft auseinandergesetzt - sowohl analog als auch digital. Die besten Arbeiten wurden pr‰miert.
Mag. Thomas Schlatte © MeineRaumluft/APA-Fotoservice_Preiss

5 Verhaltenstipps für SchülerInnen und LehrerInnen
„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Schulwettbewerb in der Heizsaison durchzuführen. Wenn es draußen kalt ist, wird noch weniger gelüftet und die Luft in vielen Klassen ist schlechter als an so mancher stark befahrenen Straßenkreuzung“, so Thomas Schlatte. Er gibt deshalb noch ein paar Tipps, worauf SchülerInnen und LehrerInnen jetzt besonders achten sollten:

  • Mach mal Pause:  Jede Stunde „Lüftungspausen“ einlegen und so für frische Raumluft sorgen. Wöchentlichen „Lüftungsbeauftragten“ ernennen, der sich für die Lüftungspausen verantwortlich zeichnet.
  • Keinen Wirbel: Luftzug vermeiden – Fenster nicht gekippt lassen und undichte Fugen abdichten.
  • Immer im Griff: Mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen und so kontrolliert im Bereich von 40 % bis 60 % halten.
  • Raus aus der Klasse: Bildschirme, Drucker & Co. reduzieren die Luftionen und damit auch die Leistungsfähigkeit.
  • Die beste Temperatur für die beste Leistung: 20 bis 22 Grad im Klassenzimmer sorgen für Wohlbefinden und hohe Aufmerksamkeitsleistung.

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Headerfoto: Ungebrochen hohe Begeisterung für den Schulwettbewerb „Luftsprung“ © MeineRaumluft/APA-Fotoservice/Hartl

(hk)