Zu wenig Sonnenlicht in der dunklen Jahreszeit

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In den Wintermonaten lässt die Kraft der Sonne nach und die Menschen verbringen nicht so viel Zeit draußen. Mit weniger Tageslicht bildet der Körper auch weniger Vitamin D aus.

Besonders gefährdet für einen Mangel an Vitamin D sind Jugendliche und junge Erwachsene, Frauen nach der Menopause, Sportler und Männer über 50. Dunkelhäutige und Pflegeheimbewohner sind ebenso häufig mit Vitamin D unterversorgt.

Vitamin D-Mangel vorbeugen

Wer sich im Frühjahr und Sommer oft genug im Freien aufhält, kann über die Haut genug Vitamin D bilden. Von Oktober bis März ist die Sonnenlicht-Exposition geringer, die Tage sind kürzer, dunkler und die Intensität der Sonnenstrahlung geringer. Die UV-Strahlung reicht vielerorts zur Vitamin-D-Synthese nicht aus. Der Körper verbraucht dann allmählich das im Sommer gespeicherte Vitamin D.

Vitamin-D-Nachschub liefert in der Zeit nur eine begrenzte Palette von Lebensmitteln. Dazu zählen fetter Fisch, Eigelb, rotes Fleisch, Leber und mit Vitamin D angereicherte Frühstücksflocken oder Milchprodukte. Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt, im Herbst und Winter auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten. Wer meint, sich im Alltag nicht genug im Tageslicht aufhalten zu können und wer zu den Risikogruppen gehört, sollte regelmäßig seinen Vitamin-D-Spiegel beim Arzt kontrollieren lassen.

Vitamin D schützt vor Krankheiten

Ein Mangel an Vitamin D begünstigt Knochenabbau und kann so zu Osteoporose und Knochenbrüchen führen. Vitamin-D-Mangel kann ebenfalls eine Muskelschwäche begünstigen, die besonders bei älteren Personen zu Gangunsicherheit und Sturzneigung beitragen kann. Das Vitamin D fördert den Einbau von Calcium in die Knochen und hilft bei Rachitis, Osteomalazie, Malassimilation, Nierenerkrankungen und bei einer Unterfunktion der Nebenschilddrüsen. Üblich ist die Gabe des Vitamins in Kombination mit Calcium zur Osteoporose-Prophylaxe und -therapie.

Vorsicht vor Überdosierung

Wer Vitamin-D-Präparate einnehmen will, lässt sich am besten von seinem Arzt oder Apotheker beraten. Der Arzt kann den Vitamin-D-Status labormedizinisch kontrollieren. Zu viel Vitamin D kann Calciumablagerungen, Übelkeit, Erbrechen, gesteigertes Durstgefühl, erhöhten Harndrang, Schwäche und Nierenversagen auslösen. Die Vitamin-D-Präparate sollten am besten in der Apotheke erworben werden.

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DG