Natalya Pasichnyk / Neue CD Veröffentlichung

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Am 10. Dezember erscheint die neue CD von Natalya Pasichnyk

„Consolation – Forgotten Treasures Of The Ukrainian Soul“ auf dem Label BIS.

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Der Titel ist einem rhapsodischen Klavierstück von Viktor Kosenko entlehnt, das auf vollendete Weise jene bittersüße ukrainische Stimmung einfängt; auf der Suche nach Frieden und Besinnung scheint es den Blick ins Innere zu richten. Mit dieser Aufnahme zeigen die Pianistin Natalya Pasichnyk, ihre Schwester Olga und ihre schwedischen Kollegen dem Hörer einen Weg in dieses Schattenreich – in die wunderschöne, melancholische und emotionale Welt der ukrainischen Kammermusik seit dem späten 19. Jahrhundert, wobei ein Schwerpunkt auf den Schulen von Kiew und Lwiw (Lemberg) liegt.

Mit Ausnahme von Valentin Silvestrow sind die hier vertretenen Komponisten – z.B. Lysenko, Skoryk, Stetsenko, Ljatoschinsky oder Kosenko – über die Grenzen der Ukraine hinaus weitgehend unbekannt; gleichwohl laden sie den Zuhörer zu einer Reise in eine Klangwelt ein, die exotisch und doch seltsam vertraut ist. Vor der sowjetischen Besatzung im Jahr 1919 studierten viele ukrainische Komponisten in Wien, Prag oder Leipzig; einige begannen ihre Karriere mit einem Studium in Moskau.

Mykola Lysenko ist eine zentrale Figur in der ukrainischen Kunstmusik und ist hier mit dem Lied „Meni odnakovo“ vertreten, das auf einem Gedicht von Taras Schewtschenko basiert. Der Dichter verkörpert für viele den Geist der ukrainischen Unabhängigkeit.

Die schwedisch-ukrainische Pianistin Natalya Pasichnyk ist in ganz Europa, in den USA, Japan und Argentinien an so renommierten Orten wie Suntory Hall (Tokio), Laeiszhalle (Hamburg), de Singel (Antwerpen) und Teatro Colón (Buenos Aires) aufgetreten. Sie gastiert bei Festivals wie dem Danziger Klavierherbst, der Schubertíada (Spanien) und dem Internationalen Chopin-Festival in Duszniki-Zdrój und hat mit Orchestern wie dem Schwedischen Rundfunk Symphonieorchester, dem Hamburger Mozart Orchester, dem Orchestre d’Auvergne, der Krakauer und der Posener Philharmonie zusammengearbeitet. Natalya Pasichnyk hat Preise bei internationalen Wettbewerben in Dänemark, den USA und Italien gewonnen und zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen und verschiedene Labels vorgelegt. Sie ist Stipendiatin der Anders Wall Stiftung.

Hörbeispiele der CD:
Mykola Lysenko: „Meni odnakovo“ für Bariton und Klavier hier
Yuliy Mejtus: Allegro für Violine und Klavier hier
Levko Revutsky: Prélude, Op.7 No.2 hier

(hk)